Apr 15

Meine Anfänge mit der Astrofotografie

Eigentlich mache ich keine Astrofotografie, ich besitze zwar ein Teleskop (Meade LXD75) und eine ganz ordentliche Montierung (Bresser EXOS-1) aber ohne Nachführung wird das nichts. Und eine astromodifizierte Kamera habe ich ebenfalls nicht. Was also mache ich? In Fachkreisen würde man Milchstraßenfotografie dazu sagen, ich habe eine SONY a6000, ein Samyang 12mm f2.0 und ein Fotostativ von Rollei das C5i.

Nachdem die dunkle Jahreszeit nun endlich vorbei ist, für Astronomen war die Zeit nicht nur dunkel sondern auch 6 Monate lang fast durchgehend bewölkt war, kann es nun wieder losgehen mit dem Fotografieren des nächtlichen Himmels. Ich packte also mein Equipment und fuhr raus. Ziel meiner fotografischen Jagd war das Sternbild Cassiopeia.

Entstanden sind 118 Frames (Lights), 20 Darkframes (Dunkelbilder) und 40 Bias (eine andere Art von Dunkelbildern). Die Gesamtbelichtungszeit betrug ca. 40 Minuten. Gestacked wurden die Lights mit DeepSkyStacker, wovon die Software am Ende nur 56 Bilder verwendet hat.

Aufnahme: SONY a6000 | Samyang 12mm @f2.8 | ISO800

Das ist gar keine Milchstraße?!

Ja das stimmt, ich war genauso enttäuscht wie ihr jetzt. Cassiopeia liegt eher am Rand der Milchstraße und ich hatte schon mehr erwartet. Das hat zum einen damit zu tun, dass um Cassiopeia herum ein Halpha Gebiet ist und die Bedingungen an meinem Standort bei Wachenheim auch stark lichtverschmutzt sind und in der Nähe auch Autos unnötigerweise mit Fernlicht vorbei fuhren. Die beste Zeit, um die Milchstraße zu fotografieren ist der Monat Mai, da freue ich mich schon darauf und hoffe auch auf bessere Ergebnisse.

Das Ergebnis war zwar nicht das was ich erhoffte aber ich habe trotzdem noch einiges gelernt und werde es beim nächsten Mal berücksichtigen. Den Standort werde ich auch wechseln, zum beobachten ist der Platz bei Wachenheim schon ganz ok aber fotografisch wenig attraktiv. Also immer schön am Ball, äh am Auslöser bleiben… 🙂

Erfahrungsbericht von Bernhard Zabos

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